Datenschutz im Rechnerverbund ...


Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass ein Datenschutz auch einen Hausbrand überstehen sollte? Den Verlust an Mobiliar, den können Sie über eine Hausratversicherung decken, den Verlust an Daten dagegen nicht. Wie soll man das tun? Bieten Sie Backupkapazität im Club an.

Meine Antwort ist da ganz einfach. Für eine Datensicherung außer Haus müssen Sie nur eines haben und das ist ein Rechner ausschließlich für Datensicherung, den sie zu Hause betreiben, zu Hause am Internet anschließen und den Sie dann teilweise auch anderen zur Verfügung stellen, ein Rechner-Sharing also …

Voraussetzung: Sie haben DSL und Flatrate und Sei arbeiten ohnehin fast den ganzen Tag im Büro. Natürlich kann der Rechner für das Backup nachts ausgeschaltet sein oder auch mal im Urlaub (deswegen 10 Personen). Der Rechner sollte aber an zu vereinbarten Tageszeiten und auch mit Abständen von weniger als 10 Tagen in der Regel einfach mal angeschlossen sein und updaten.

Was für einen Rechner benötigen Sie?

Natürlich kann man Backup-Soft- und Hardware auch auf einem Arbeitsrechner unterbringen, doch wenn man zu einem Backup-Club gehören will, dann sollte man dafür einen Rechner stellen. Dieser Rechner kann übrigens ganz einfach beschafft werden. Sie haben doch bestimmt das alte Schätzchen noch, dass Sie irgendwo in den Keller geschafft haben, weil sie sich eine neue Monster-CPU haben leisten wollen mit einem neuen Monster-Betrübssystem, das nur andere Fehler enthält als vorher, bei dem die Bedienlemente woanders sind und dessen Standardbildschirm noch anstrengender ist für die Augen als der alte Standardbildschirm?

Was wäre, wenn Sie diesen PC hernehmen würden, dort ein kostenlos erhältliches Linux installierten, ca. 100 GB Festplattenkapazität anschließen würden und dann in einen Datensicherungsclub einträten mit maximal 10 Teilnehmern, bei dem Sie jedem 10 GB Sicherungskapazität böten und im Wechsel von jedem 10 GB bekämen?

Also: Was brauchen wir für den Anfang? – 9 Personen mit einem Altrechner im Keller, die einfach mal mitmachen.

Wie geht es weiter?

  1. Wir richten eine kleines lokales Forum ein und entscheiden uns für ein Linux. Das wird installiert.
  2. Dann wird eine geeignete Software installiert, wahrscheinlich ein ssh- oder ein ftp-Server weniger wahrscheinlich ein Webserver und 10 Teilnehmern wird eine entsprechende Festplattengröße zugeordnet.
  3. Die eigentliche Datensicherung besteht darin, dass man lokal die Daten von seinem Rechner auf sein Sicherungslaufwerk kopiert.
  4. Dann kommt eine noch zu entwickelnde Software zum Einsatz.

Diese Software sollte Folgendes tun:

  1. Beim Einschalten des Rechners wird diese sich bei einer bestimmten Domain anmelden, die eigene IP und die der Gegenstellen in Erfahrung bringen.
  2. Weiterhin wird auf Grund des Ist- und Sollzustandes der Dateien ein Abgleich- und Spiegelungsbedarf berechnet.
  3. Die zu spiegelnden Dateien werden ausgetauscht und zwar mit maximal 10% der zur Verfügung stehenden DSL-Leitungskapazitäten.
  4. Die Konfiguration des Systems sollte über ein einfaches Webinterface verfügen.

Antworten auf vermutliche Fragen vorab:
1. Wie sicher ist das Ganze?
a) Die Übertragung von SSL ist per Definition verschlüsselt und zwar sehr sicher verschlüsselt, die Übertragungen per FTP oder HTTP können mit einem Zertifikat ebenso verschlüsselt werden.
b) Man kann die Dateien vor dem Übertragen verschlüsseln und nach dem Rückkopieren wieder entschlüsseln. Damit sind diese Sicherungsdateien auch durch den oder die “anderen” nicht lesbar.

Daher die Frage: Finden sich Mitglieder, die beginnen wollen und würden und die bei einem Pilotprojekt einsteigen würden?

Einfach Mail an mich und Interesse bekunden …